Einige Gewürze wurden von weither importiert und waren dementsprechend teuer. Ein Pfund Safran kostete beispielsweise gleich viel wie ein Pferd. Safran war so begehrt, dass er oft gefälscht wurde. Die Fälscher versuchten, die Menge des Safrans zu erhöhen, indem sie gelbe Blüten von anderen Pflanzen beimischten. An wichtigen Gewürz-Handelsplätzen wurde deswegen das "Gewürzschmieren" schwer bestraft.
Die mittelalterlichen Stadtbewohner erwarben die meisten Nahrungsmittel auf verschiedenen Märkten. Die Waren kamen aus dem umliegenden Land. Spezielle Produkte wie Gewürze hingegen bezogen sie über den Fernhandel.